Motorsport: Viel Glück, Sébastien Buemi!

Zwei Wochen nach der Riesenenttäuschung in Le Mans hofft Sébastien Buemi, dass ihm nun das Glück wenigstens bei der Entscheidung in der FIA Formel E zur Seite steht. Den Titel macht er mit dem Brasilianer Lucas di Grassi aus. 19. Juni 2016, kurz vor 15 Uhr: Der in Führung liegende Toyota TS050 Hybrid von Kazuki […]

Ihm drücken am Wochenende alle Schweizer Motorsportfans die Daumen: Sébastien Buemi möchte die grosse Enttäuschung von Le Mans mit dem Titelgewinn in der FIA Formel E lindern.

19. Juni 2016, kurz vor 15 Uhr: Der in Führung liegende Toyota TS050 Hybrid von Kazuki Nakajima bleibt keine fünf Minuten vor dem Ende der 24 Stunden von Le Mans stehen. Damit ging nicht nur Toyota, sondern auch Sébastien Buemi der zu diesem Zeitpunkt sicher geglaubte erste Le-Mans-Sieg durch die Lappen. Die Ursache ist läppisch: Das zwischen Turbo und Intercooler verklebte Verbindungsstück aus Carbon hatte sich gelöst und fiel in den Seitenkasten. Bei 26000 Testkilometern passierte dies vorher nie.

Für Buemi als Rennfahrer ist dies die bisher grösste Enttäuschung. Diese will und muss er nun jedoch verdrängen, um sich auf die nächste Entscheidung zu konzentrieren: Am Wochenende wird in London der FIA Formula E Championship Titel 2015/2016 vergeben. Dafür infrage kommen nur noch der Schweizer und der Brasilianer Lucas di Grassi. Buemi liegt um einen Punkt zurück, insgesamt sind jedoch noch 60 Zähler zu holen, womit die Ausgangslage für beide praktisch gleich ist.

Sébastien Buemi (Renault) vor Lucas di Grassi (Abt-Schaeffler): Der Romand kommt als Tabellenführer nach England, doch ein Punkt Vorsprung ist unbedeutend.
Sébastien Buemi (Renault) vor Lucas di Grassi (Abt-Schaeffler): Der Romand liegt zwar noch einen Punkt hinter ihm, will dies am Sonntag aber ändern.

Trost bei der Familie

Nach seinem Riesenpech in Le Mans hofft Buemi, das Göttin Fortuna nun auf seiner Seite ist. Zumal er den Formel-E-Titel schon im Vorjahr nur um einen Punkt verpasst hat. „Ich bin ganz entspannt“, versichert er Autosprint.ch. „Ich gebe wie in Le Mans mein Bestes, aber wenn es nicht gehen will, kann ich nichts dagegen tun. Dann fahre ich nach Hause und freue mich über meine Familie, wie ich es nach Le Mans tat.“

Die zwei Rennen in London wird er ganz auf seinen Erzrivalen ausrichten. Das Renault-Team hat alles getan, um technisch optimal vorbereitet zu sein. Der 27-jährige Waadtländer wünscht sich also nur noch, was jeder Rennfahrer im entscheidenden Moment benötigt: Glück. Wir drücken die Daumen, Seb!

www.fiaformulae.com
Fotos: Archiv

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