Motorsport: Neel Jani baut die WM-Führung aus
Wie zuvor auf dem Nürburgring trug Porsche bei der Langstrecken-WM in Mexico City den Sieg davon – leider nicht mit dem Auto von Neel Jani, der als Vierter trotzdem die Titelchancen verbesserte. Mit Platz 2 war auch Marcel Fässler am Ende nicht zufrieden. Das Gute vorweg: Neel Jani ist mit Porsche weiterhin auf WM-Kurs. Doch […]

Das Gute vorweg: Neel Jani ist mit Porsche weiterhin auf WM-Kurs. Doch das 6-Stunden-Rennen in Mexico City hätte für Marc Lieb, Romain Dumas und ihn besser verlaufen können. Das mit 42 Tausendsteln Rückstand auf die Polesetter von Audi von Platz 2 gestartete Trio hatte den Speed für den Sieg. Beim leichten Regenschauer nach Halbzeit war die Reifenstrategie nicht optimal, dazu kam ein Treffer eines überrundeten LMP2-Autos. Weil die Rennleitung einen Reparaturstopp forderte, verlor Janis Auto den Anschluss an die Spitze.
Wie am Nürburgring gewannen somit die Teamkollegen Timo Bernhard, Brendon Hartley und Mark Webber, während Janis Porsche auf Rang 4 einlief. Das ergab zwölf WM-Punkte, mit denen der Schweizer und die zwei Deutschen den Vorsprung in der Tabelle auf 41 Punkte ausbauen. Denn der Audi mit Startnummer 8 fiel einem Unfall zum Opfer. Neue WM-Zweite sind nun Ex-Sauber-Pilot Kamui Kobayashi, Mike Conway und Stéphane Sarrazin, die im Toyota Dritte wurden. Sébastien Buemis Auto schied mit einem Problem im Hybridsystem aus.

Podestplätze für Marcel Fässler und Joel Camathias
Marcel Fässler stand zwar mit André Lotterer als Zweiter auf dem Podium, war darüber aber nicht restlos glücklich. Ohne einen zusätzlichen frühen Reifenstopp wäre der Sieg für das Audi-Duo machbar gewesen, zeigte der inferiore Deutsche doch im Nassen eine sensationelle Aufholjagd, nachdem er schon im Quali der absolut schnellste LMP1-Pilot gewesen war.
Doppelten Grund zum Feiern hatte Porsche wegen des ersten Klassensiegs bei den GT-Amateuren, wofür mit dem seit Le Mans von Proton Racing angeheuerten Renningenieur Othmar Welti ein Luzerner mitverantwortlich ist. Joel Camathias wurde mit seinen Porsche-Teamkollegen Dritter. Diesmal durfte der Tessiner die Pokale für den erlösenden Podestplatz behalten, nachdem der 911 RSR vom Team KCMG am Nürburgring wegen 1 mm zu geringer Bodenfreiheit nachträglich disqualifiziert worden war.
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