Motorsport: Bitteres Ende für Marcel Fässler
Der sechste Lauf zur Langstrecken-WM in den USA fand für die drei Schweizer Werksfahrer ein enttäuschendes Ende. Nachdem sich Marcel Fässler die Poleposition geschnappt hatte, folgte im Rennen der bittere Rückschlag für Audi. Alles spielte Marcel Fässler in die Karten: Starke Leistung in den Trainingssitzungen, zusammen mit André Lotterer die Bestzeit im Qualifying und dazu […]

Alles spielte Marcel Fässler in die Karten: Starke Leistung in den Trainingssitzungen, zusammen mit André Lotterer die Bestzeit im Qualifying und dazu noch eine lupenreine Vorstellung in der ersten Rennhälfte. „Wir waren heute schnell genug, um zu gewinnen“, erklärte der Schwyzer geknickt. Eine von einem GT-Fahrer verursachte Kollision mit dem zu diesem Zeitpunkt von Benoit Tréluyer pilotierten Audi R18 verhinderte den ersten Saisonerfolg des schliesslich sechstplatzierten Audi-Trios.
Bester Schweizer war so Neel Jani, der ein eher unauffälliges Rennen auf Rang 4 beendete. Seinen Porsche 919 Hybrid hatte ein gebrochenes Aeroteil früh eingebremst. Da Mark Webber, Brendon Hartley und Timo Bernhard im anderen Porsche ihren dritten Sieg in Folge feierten und damit den zweiten Audi auf Platz 2 verwiesen, büssten Neel Jani, Romain Dumas und Marc Lieb nicht viele Punkte in der WM ein. Diese führen sie nun mit 37,5 Punkten auf Fässlers Audi-Teamkollegen an, wobei in den letzten drei Läufen noch 78 Zähler zu holen sind.

Lange Durststrecke von Sébastien Buemi
Eine Runde hinter dem Auto von Jani kam Sébastien Buemi an fünfter Position ins Ziel. Sein Toyota TS050 Hybrid litt an einem defekten Turbo-Abblaseventil. Während der zweite Toyota an dritter Stelle landete, wartet Buemi bisher weiterhin auf einen Podestrang. Rebellion Racing gewann mit dem Auto von Alexandre Imperatori und Mathéo Tuscher sowie Dominik Kraihamer (A) auf Platz 7 die Wertung der LMP1-Privatteams.
Bei den GT-Fahrzeugen machte einmal mehr Joël Camathias auf sich aufmerksam. Mit Platz zwei in seiner Klasse gelang dem Porsche-Piloten aus dem Tessin erneut der Sprung aufs Podest. Bereits auf dem Nürburgring als auch in Mexiko durfte der 35-Jährige aufs Treppchen steigen.
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Fotos: FIA WEC