Classic: Ein Hauch von Racing in Oerlikon

Alles spielte mit: Das Wetter, die Zuschauer und vor allem die Rennfahrer. „Indianapolis in Oerlikon“ brachte einen Hauch von Racing mitten in die Stadt Zürich. Bereits zum 14. Mal ertönten auf der Offenen Rennbahn von Zürich-Oerlikon die Motoren von historischen Rennfahrzeugen mit zwei, drei und vier Rädern. Weil das Wetter stimmte und das angekündigte Gewitter […]

Oldtimer-Rennwagen statt Velos: Das Publikum erlebt die historischen Fahrzeuge auf der Rennbahn Oerlikon hautnah.

Weil das Wetter stimmte und das angekündigte Gewitter ausblieb, kamen alle Anwesenden auf ihre Kosten. Schön übersichtlich gestaffelt schickte Rennleiter Karl Marty dreimal etwa 50 Fahrzeuge zu Demonstrationsfahrten in das Oval, wo sonst nur Velorennen stattfinden. Die rund 4500 Zuschauer, von denen viele nur einmal pro Jahr genau wegen dieser Veranstaltung nach Oerlikon pilgern, hatten ihre helle Freude an den knatternden Motoren und den Überholmanövern.

Einzigartig in Europa: Andere Länder haben eigene Autorennstrecken – die Schweiz dafür eine Radrennbahn, die einmal pro Jahr zweckentfremdet wird.
Einzigartig in Europa: Andere Länder haben eigene Autorennstrecken – die Schweiz dafür eine Radrennbahn, die einmal pro Jahr zweckentfremdet wird.

Einmalig ist das Steilwandoval als Rundstrecke
Die Bahn mit ihren steilen Kurven bot die ideale Umgebung für einen eindrücklichen Racing-Event, der an das berühmte Indy 500 erinnerte. Passend dazu sah man auch einige Vorkriegsrennwagen, die für Indianapolis gebaut worden waren, in Aktion. Die Schweiz hat zwar, abgesehen vom kleinen TCS-Circuit in Lignières, als einziges grösseres Land in Europa keine eigene Rundstrecke, dafür aber wenigstens ein Steilwandoval, das für Motorsport zweckentfremdet werden darf. Auch das ist wie das Rundstreckenverbot einmalig.

www.rennbahn-oerlikon.ch
Fotos: Jürg Streun

(Visited 266 times, 1 visits today)

Weitere Artikel zum Thema