Verkehr: Keine Bussen für Rechtsvorbeifahren

SIEG DER VERNUNFT Für Rechtsüberholen droht heute der Führerausweisentzug. Wenn die Kolonne auf dem linken Fahrstreifen dichter und langsamer ist, darf allerdings auch rechts vorbeigefahren werden. Das ist kompliziert – und für FDP-Nationalrat Thierry Burkart buchstäblich überholt. Nach Ansicht des TCS-Vizepräsidenten führen die drohenden Strafen und die undurchsichtige Regelung dazu, dass sich viele Autofahrer nicht […]

Nun gilt es noch die Details zu klären, denn der Unterschied zwischen Vorbeifahren und Überholen ist nicht immer offensichtlich. Die Schweiz wäre eines der ersten europäischen Länder, die das Rechtsvorbeifahren ausdrücklich erlauben würde.

Das ist kompliziert – und für FDP-Nationalrat Thierry Burkart buchstäblich überholt. Nach Ansicht des TCS-Vizepräsidenten führen die drohenden Strafen und die undurchsichtige Regelung dazu, dass sich viele Autofahrer nicht trauen, rechts vorbeizufahren.

Thierry Burkart: „Dadurch werden wertvolle Kapazitäten auf den Nationalstrassen nicht genutzt und der Verkehrsfluss unnötig behindert.“

In einer Motion forderte der Politiker deswegen, dass Rechtsvorbeifahren auf Autobahnen und Autostrassen generell zugelassen wird.

Für Rechtsüberholen drohen aber weiterhin Bussen
Der Nationalrat hat die Motion in der Frühlingssession deutlich angenommen. Der Ständerat schwenkte jetzt mit klarer Mehrheit von 30 zu 8 Stimmen ein.

Rechtsvorbeifahren ist also künftig erlaubt. Weiterhin verboten bleibt das Rechtsüberholen, also das Wiedereinspuren in die linke Fahrbahn, wenn man rechts an einem anderen Auto vorbeigefahren ist.

verkehrs-recht.ch

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