Marderschäden: Garage ist bester Schutz

UNANGENEHME NAGER Marder verursachen in der Schweiz jedes Jahr Schäden von rund 40 Millionen Franken. Und Autos mögen sie ganz besonders. Wie kann man sich schützen? Die schlanken und wendigen Tiere lieben die Motorenwärme von gerade abgestellten Autos. Sie machen es sich im Motorraum gemütlich und markieren das Revier mit Duftmarken. Das Problem: Marder sind […]

Marderschäden
Das einfachste Mittel, um Marderschäden vorzubeugen, besteht darin, das Auto über Nacht nicht im Freien abzustellen. Das ist der beste Schutz.
Marderschäden
Die spitzen Zähne eines Marders perforieren Wasserschläuche und Stromkabel – schnell kann eine solche Reparatur einen vierstelligen Betrag kosten.

Die schlanken und wendigen Tiere lieben die Motorenwärme von gerade abgestellten Autos. Sie machen es sich im Motorraum gemütlich und markieren das Revier mit Duftmarken. Das Problem: Marder sind Einzelgänger. Steht das Auto nun im Bereich eines Konkurrenten und nimmt dieser den fremden Geruch wahr, beisst und nagt er an allem, was nach Nebenbuhler riecht.

Wasserschläuche und Stromkabel sind beliebt
Von Mai bis Juni ist das Revierverhalten des kleinen Räubers besonders ausgeprägt. Seine spitzen Zähne perforieren Wasserschläuche und Stromkabel – schnell kann eine solche Reparatur einen vierstelligen Betrag kosten. Gemäss Zahlen der Axa verursachen Marder in der Schweiz jedes Jahr Schäden von rund 40 Millionen Franken.

Umstrittene Methoden zum Schutz vor Mardern
Es werden verschiedene Methoden empfohlen, um Marder fernzuhalten: Ein Drahtgeflecht unter dem Auto, da Marder nicht gerne über Draht laufen, Menschen-, Katzen- oder Hundehaare zur Abschreckung, Toilettensteine, Mottenkugeln oder auch Duftsäckchen, die im Motorraum angebracht werden. Markus Peter, Verantwortlicher für Technik und Umwelt beim Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS): „Die Wirkung dieser Mittelchen ist umstritten.“

Ein Platz in einer Garage bietet optimale Sicherheit
Das einfachste Mittel, um Marderschäden vorzubeugen, besteht darin, das Auto über Nacht nicht im Freien abzustellen, sondern einen geschlossenen Garagenplatz zu mieten. Wem dies nicht möglich ist, dem empfiehlt Markus Peter die Installation einer professionellen elektrischen Schutzvorrichtung. Auf dem Markt werden verschiedene Fabrikate angeboten, die jedoch alle nach demselben Prinzip funktionieren. Der Preis eines solchen Gerätes ist mit rund 200 Franken überschaubar, der Einbau dauert rund eine Stunde. Wenig Aufwand für viel Sicherheit.

agvs-upsa.ch

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