24H Nürburgring: Nebel als Spielverderber 🎥
KÜRZESTES RENNEN Ein 14,5 Stunden langer Unterbruch wegen Nebels und Feuchtigkeit machte den Nürburgring-Marathon zum zweigeteilten Sprintrennen. Schliesslich holte Manthey-Porsche den siebten Sieg. Nico Müller holte Platz 5. Die Highlights von 24 Stunden in 16 Minuten. Bis zum Rennunterbruch gab es bei Regen einige haarsträubende Szenen, die sich ab Sonntagmittag nach dem Re-Start im Trockenen […]
Die Highlights von 24 Stunden in 16 Minuten. Bis zum Rennunterbruch gab es bei Regen einige haarsträubende Szenen, die sich ab Sonntagmittag nach dem Re-Start im Trockenen fortsetzten.
Mit einer Streckendistanz von lediglich 59 Runden und 1497,302 Kilometern war die 49. Auflage des ADAC TOTAL 24h-Rennens die bislang kürzeste überhaupt. Damit wurde die Marke von 76 Runden aus dem Jahr 1992 deutlich unterboten.
Triumph zum Firmenjubiläum
Für das Team aus Meuspath war es das perfekte Präsent zum 25-jährigen Jubiläum. Der Franzose Kevin Estre, der Italiener Matteo Cairoli und der Däne Michael Christensen siegten mit dem «Grello», wie der leuchtend gelbe Porsche 911 GT3 R von Manthey Racing stets genannt wird, mit einem Vorsprung von nur 8,8 Sekunden auf den BMW M6 GT3 von Vorjahressieger Rowe Racing. Es war der zweitknappste Zieleinlauf in der 51-jährigen Geschichte des Rennens.

Sicherheit ging vor
Nach Meinung vieler Teamchefs und der Rennleitung war der Abbruch des um 15.30 Uhr bei Trockenheit gestarteten Rennens nach sechs Stunden wegen zunehmenden Nebels und der Feuchtigkeit bei Einbruch der Dunkelheit aus Sicherheitsgründen alternativlos.
So wurden aus dem zum 49. Mal seit 1970 ausgetragenen Klassiker nach dem Re-Start am Sonntagmittag zwei Sprintrennen. Insgesamt rollten von den eigentlichen 24 Stunden lediglich während 9,5 Stunden die Räder.
Alle Teilnehmer, Organisatoren und Fans – von denen nur 10 000 auf reservierten Tribünenplätzen vor Ort sein durften – hoffen jetzt darauf, dass das Jubiläumsrennen vom 26. bis 29. Mai 2022 wieder über die komplette Distanz gehen wird und wieder vor der gewohnten Zuschauerkulisse entlang der Nordschleife stattfinden kann.

Tessiner auf dem Podium
Während Lokalmatador Manthey Racing zum insgesamt siebten Mal triumphierte, war es für die drei Fahrer jeweils der erste Sieg beim Eifel-Klassiker.
In einem spannenden Dreikampf mit einem sensationellen Überholmanöver in der vorletzten Runde sicherte der für Italien startende Tessiner sich und seinem Mercedes-Team GetSpeed den dritten Platz auf dem Podium.
Nico Müller war im bestplatzierten Audi R8 nach einem sensationellen Schlussspurt am viertplatzierten Falken-Porsche dran und musste sich mit dem fünften Platz zufriedengeben. Entgegen des Vorhabens kam Patric Niederhauser in diesem Auto nicht zum Einsatz.

Mehrere Schweizer Klassensieger
Klassensiege gab es für drei Teams mit Schweizer Besetzung. Der Zuger Philip Ellis gewann mit einem Mercedes-AMG GT3 mit elektronischer Lenksäule in der Klasse SP-X. 24H-Series-Champion Miklas Born und Ranko Mijatovic siegten mit ihrem BMW-Team in der stark besetzten Serienwagenklasse V2T.
Einfacher hatten es Martin Kroll und sein Bruder Michael sowie Tochter Chantal Prinz, die mit ihrem BMW M3 CSL in der Klasse SP6 solo waren.
Jasmin Preisig, Frédéric Yerly und Gustavo Xavier mussten in der Klasse SP3T nur ihren ebenfalls auf einem VW Golf GTI TCR gestarteten Teamkollegen mit weniger als einer Runde Rückstand den Vortritt lassen.

Prov. Gesamtklassement Prov. Klassenresultate