Motorsport: Erleichterung bei Sébastien Buemi

2014 hat Sébastien Buemi mit Toyota die Hälfte aller WM-Läufe und den WM-Titel gewonnen – aber nicht die 24 Stunden von Le Mans. Dies will er nun am kommenden Wochenende nachholen. Vor zwei Jahren hatte der Waadtländer bei allen WM-Läufen das schnellste Auto, doch beim wichtigsten Rennen des Jahres machte ein vermeidbarer Unfall von Nicolas […]

Zurück im Geschäft: Sébastien Buemi freut sich, dass er im Gegensatz zum Vorjahr wieder mit einem konkurrenzfähigen Fahrzeug starten kann. Klar, ist das die beste Motivation.

Vor zwei Jahren hatte der Waadtländer bei allen WM-Läufen das schnellste Auto, doch beim wichtigsten Rennen des Jahres machte ein vermeidbarer Unfall von Nicolas Lapierre bei einem Platzregen in der dritten Stunde alles zunichte. Nach einer zeitraubenden Reparatur und der Aufholjagd vom drittletzten Platz endete das 24-Stunden Rennen für Buemi auf dem dritten Platz. Auch wenn ein Podestplatz in Le Mans immer etwas Besonderes ist, war er für ihn eine Riesenenttäuschung.

Nach der letztjährigen Durststrecke hat Sébastien  Buemi heuer mit dem neuen Toyota TS050 mit 2,4-L-V6-Turbomotor wieder ein schnelles Fahrzeug in den Händen und zuletzt bei den 6 Stunden von Spa den ersten Sieg seit Ende 2014 vor Augen, ehe derselbe Motordefekt wie zuvor beim anderen Auto auftrat: „Das hatte mit den enormen Kräften in der Senke von Eau-Rouge zu tun, die wir in Le Mans aber nicht vorfinden werden. Nach dem Rennen sind wir zum Testen nach Spa zurückgekehrt und hatten das Problem nicht mehr.“

Zuverlässigkeit: Noch wartet der Toyota TS050 Hybrid von Sébastien Buemi auf seinen Einsatz. Wer im Rennen am wenigsten lang in der Garage steht, wird gewinnen.
Zuverlässigkeit: Noch wartet der Toyota TS050 Hybrid von Sébastien Buemi auf seinen Einsatz. Wer im Rennen am wenigsten lang in der Garage steht, wird gewinnen.

Kein Wagen fuhr mehr Testkilometer als der Toyota
Acht Dauerläufe, teilweise länger als 24 Stunden, aber mit Unterbrechungen in der Nacht, hat Toyota zur Vorbereitung auf den Marathon absolviert. Beim Testtag am 5. Juni legte kein Team mit einem oder beiden Wagen mehr Kilometer zurück, was auf grosse Fortschritte in punkto Zuverlässigkeit schliessen lässt. Von den Bestzeiten und der Idealzeit anhand der besten Sektoren lag Toyota zwar hinter Audi und Porsche zurück. Doch bevor Sébastien Buemi zum Ende des Testprogramms mit weichen Reifen auf Zeitenjagd gehen konnte, erfolgte der vorzeitige Abbruch infolge eines Unfalls. Sébastien Buemi: „Dieses Jahr wird das Rennen nicht über den reinen Speed entschieden. Der eine wird vielleicht um eine halbe oder ganze Sekunde schneller sein als der andere. Das lässt jedoch keine grossen Fehler zu. Wer am wenigsten in der Garage steht, wird gewinnen.“

AutoSprintCH wird für das spannende Rennen am Samstag und Sonntag wieder einen Live-Ticker anbieten, damit Sie auf einen Blick zu allen Geschehnissen informiert sind.

www.toyotahybridracing.com
Fotos: Toyota Motorsport

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